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Faszination Controlling

15.02.2010
Das Österreichische Controller-Institut veranstaltet anlässlich des Tages der Weiterbildung am 25. Februar ÖCI-Karriereforen in Wien und Linz.
Neben Fachvorträgen, Praxisberichten und Einschätzungen der Karriere-Möglichkeiten von Controllern soll es auch um „Energien“ gehen, „die Controlling bewirkt“. Christian Kreuzer, Geschäftsführer des Österreichischen Controller-Instituts, ist seit Jahren bemüht, dem Thema „mehr Leichtigkeit“ zu geben. Denn „Controlling kann überall eingesetzt und angewendet werden, sowohl in erwerbswirtschaftlichen als auch bei Nonprofit Organisationen und in der öffentlichen Verwaltung. Es geht um ein Führen durch Ziele“.
 
Gelebte Konsequenz
„Da Ziele notwendigerweise einen gewünschten Zustand in der Zukunft beschreiben und die Zukunft immer unsicher ist, kann auch der Weg zum Ziel nicht eindeutig beschrieben werden. Es ist daher eine wesentliche Eigenschaft des Controllings, rechzeitig zu erkennen, ob die Ziel-Erreichung gefährdet ist. Zur Sicherung der Vorschau muss das Controlling dafür sorgen, dass es überhaupt Ziele gibt. In einem Satz gesagt: Der Controller hat Erfolg, wenn andere ihr Ziel erreichen“, so Christian Kreuzer.
 
Controlling-Kompetenzen gefragt
Das Österreichische Controller-Institut führt seit dem Jahr 2007 jährlich eine umfassende Erhebung der Controllingprozesse (ÖCI-Panel) unter seinen aktuell ca. 600 österreichischen Mitgliedsunternehmen durch. Neben wiederkehrenden Fragen, die im Längsschnitt die Weiterentwicklung der Controlling-Kernprozesse verfolgbar machen sollen, werden aktuelle Themenschwerpunkte, im Jahr 2009 die Rolle des Controllings in der Krise, beleuchtet.
 
Die Teilnehmer stammen überwiegend aus Industrie (29 %) und Dienstleistungssektor (19 %), danach folgen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (10 %), Infrastruktur (8 %) und Handel (7 %), alle anderen Unternehmen wurden im Segment „Sonstiges“ zusammengefasst (16 %).
 
Eines der markantesten Ergebnisse des Panels: "Controlling-Kompetenzen sind mehr denn je gefragt. 30 % der befragten Unternehmen wollen das interne Controlling ausbauen. Die Stärke des Controllings ist es, Führungskräften faktenbasierte Informationen zu bieten, an Hand derer sie erfolgsrelevante richtungweisende Entscheidungen für das Unternehmen fällen können", so Rita Niedermayr, Geschäftsführerin des Österreichischen Controller-Instituts. „Es geht uns immer wieder um das betriebswirtschaftlich nachhaltige Agieren und nicht Reagieren".
 
Controlling in der Krise stärker gefragt
Die Ergebnisse zeigten, dass Controlling in der Krise an Bedeutung gewinnt. Mehr als 20 % der Befragten stimmten der Aussage zu, dass die Bedeutung des Controllings in der Krise steigt, knapp 30 % stimmten der Aussage zu, dass ihr Unternehmen rasch auf die Krise reagiert hat. Als stärkste Maßnahme zur Bewältigung der Krise sind Investitionen gestoppt oder verschoben worden, wie mehr als die Hälfte der Befragten aussagten, weiters haben mehr als die Hälfte der Unternehmen die Personalkosten reduziert und mehr als 40 % das Liquiditätsmanagement optimiert. Um Controlling in der Krise optimal zu nutzen, ist eine verstärkte Einbindung in die Entscheidungsprozesse notwendig. Dieser Aussage stimmten mehr als 52 % der Befragten zu. Auch wenn mehr als 45 % der Meinung sind, dass die Krise noch zwei Jahre (also 2010 und 2011) dauern wird, sind 30 % der Unternehmen an einer Aufstockung der Controlling-Abteilung interessiert. Controlling-Jobs sind daher nach wie vor gefragt.
 
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