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Erfolg durch Klarheit oder die Kraft des Igels

15.10.2008
Am 14. Oktober 2008 fand der 15. Österreichische NPO-Kongress unter dem Motto "15 Jahre Management-Excellence in NPOs und der öffentlichen Verwaltung" statt.
Christian Horak, Leiter des Bereichs Nonprofit und Public Management bei Contrast Management-Consulting und wissenschaftlicher Leiter des NPO-Kongresses, begrüßte  180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 15. Österreichischen NPO-Kongress im Schloß Schönbrunn.
In seinem Eingangsstatement zitierte er aus dem Werk „From Good to Great“, in dem Jim Collins ein Modell erstellt, das fünf Bausteine zur „Excellence“ enthält. Kernbild des Konzeptes ist u.a. der „Igel“, der sich im Gegensatz zum Fuchs nur auf das „Wesentliche“ konzentriert und damit erfolgreich ist. „Das Wesentliche ist eine Mischung aus Einzigartigkeit, Leidenschaft und Antriebsressourcen. Das Thema ‚Excellence’ beschäftigt uns seit vielen Jahren. Wir wollen besonders erfolgreich agierende NPOs beispielgebend präsentieren, weil wir überzeugt sind, dass es hier zu einem sehr entscheidenden Multiplikator-Effekt für andere NPOs kommen kann“, war daher auch die zentrale Botschaft von Christian Horak. Im Anschluss daran spannten Robert Purtschert, Adrian Ritz und Hans-Christoph Reiss einen umfassenden Bogen über Erfolgsfaktoren für die Nonprofit-Organisationen und die öffentliche Verwaltung.
 
Wissenschaftliche Bausteine
 
Robert Purtschert aus Freiburg führte in seinem 5-Punkte-Erfolgsmodell vor, wie eine erfolgreiche NPO aufgestellt werden sollte. Angefangen bei einer klaren strategischen Ausrichtung über eine Struktur-Optimierung bis hin auch zu einer verstärkten Marketing-Orientierung. Adrian Ritz aus Bern skizzierte die Problematik der Wirkungsmessung in der öffentlichen Verwaltung. Die Verwaltung müsse den politischen Auftrag bestmöglich umsetzen, ihre Aufgabe sei, den Wirkungskreislauf zu verstehen und anhand sachlicher Informationen staatliches Handeln zu beeinflussen. Im letzten Plenarvortrag des ersten Tages plädierte Christoph Reiss von der Fachhochschule Mainz für ein straffes und marktbezogenes Kostenmanagement als Basis des Erfolgs auch für NPOs.
 
Erfahrungsberichte
 
Auf großes Interesse stießen auch die parallel laufenden Erfahrungsberichte, u.a. vom Verein NEUSTART und der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
NEUSTART hat sich in den letzten 15 Jahren vom klassischen Verein für Bewährungshilfe zu einer Dienstleistungsorganisation und einem gesellschaftspolitischen Sprachrohr in den Tätigkeitsfeldern Täterhilfe, Prävention und Opferhilfe erfolgreich und wirkungsvoll entwickelt.
 
Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H.
 
Mithilfe der Balanced Scorecard gelingt es dem Schloß Schönbrunn, der Nummer 1 der touristischen Attraktionen Wiens, das Spannungsfeld zwischen „Erhalten und Vermarkten“ auszubalancieren. Die Gesellschaft, die zu 100% im Eigentum der Republik Österreich steht, hat sehr klar definierte Ziele in der Unternehmensmission, die auch den gesellschaftspolitischen Auftrag verdeutlichen, nämlich: Erhaltung von Schönbrunn als Weltkulturerbe, Schaffung einer entsprechenden tragfähigen ökonomischen Basis und Steigerung der Servicequalität.
 
Die Ausnahme von der Regel?
 
Mit einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde klang der erste Tag des 15. Österreichischen NPO-Kongresses aus.
Gery Keszler vom Life Ball, Rainer Riedl von den Schmetterlingskindern, Hildegard Aichberger vom World Wildlife Fund (WWF), Werner Wutscher von REWE-Austria und Christian Horak von Contrast Management-Consulting und wissenschaftlicher Leiter des NPO-Kongresses standen Karin Bauer, Leiterin des KarrierenStandard, Rede und Antwort. Alle Diskutantinnen und Diskutanten waren sich einig, dass außergewöhnlich erfolgreiche Nonprofit-Organisationen (NPOs) ein Resultat von harter Arbeit und permanenter Anstrengung seien. Das, was die Profit-Unternehmen abschauen können, sind die große Empathie und das emotionale Engagement, das NPOs in verstärktem Ausmaß haben, da sie vor allem auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sinnstiftende Tätigkeiten vermitteln. Erfreut zeigten sich alle Diskutantinnen und Diskutanten, dass NPOs längst aus dem „sozialen Mitgefühls-Eck“ draußen sind. Sie konnten nachhaltig gesellschaftspolitische Weichen stellen und treten sehr selbstbewusst auf. Mit dem vielfach ausgezeichneten „No Problem Orchestra“ klang der erste Kongresstag aus.
 
Workshops
 
Der zweite Kongresstag widmete sich vertiefend den unterschiedlichsten Fragestellungen im Zusammenhang mit „exzellenten“ Nonprofit-Organisationen und der öffentlichen Verwaltung und bot außerdem auch die Möglichkeit, sich mit den aktuellsten Entwicklungen im IT-Bereich vertraut zu machen.
 
 
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