
24.11.2008
Wie die Finanzorganisation als Keimzelle erfolgreicher Unternehmensführung nachhaltig verankert werden kannDie aktuelle Finanzkrise und die dadurch ausgelöste Angst vor einem Wirtschaftsabschwung brachte dem 29. Österreichischen Controllertag, der am 21. und 22. November 2008 stattfand, eine sehr fundamentale Note. Unter dem Titel „Controlling & Finance Excellence – Neue Herausforderungen für die Finanzorganisationen“ diskutierten mehr als 25 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zwei Tage mit 200 Führungskräften Wege und Erfolgsbeispiele einer effizienten Finanzorganisation. Fazit: In Zukunft wird es eine Finanzorganisation geben, die sowohl für das interne als auch für das externe Rechnungswesen zuständig sein und die sich an klar definierten Qualitätsstandards für Controlling und Finance orientieren wird.
Effizienz und Effektivität der Finanzorganisation
„Es wird gerne die Frage gestellt, ob die Finanzorganisation als Ganzes in der Lage ist, eine aktive Rolle in der Unternehmensentwicklung einnehmen zu können, wobei zwei Dinge ganz besonders auf dem Prüfstand stehen, nämlich Effektivität und die Effizienz der Finanzorganisation“, erläuterte Rita Niedermayr, fachliche Leiterin des Österreichischen Controllertags und Geschäftsführerin des Österreichischen Controller-Instituts, am Beginn der Veranstaltung.
„Einerseits werden mit großem Nachdruck eine hohe Qualität und ein hoher Nutzen der Leistungen der Finanz-Fachleute eingefordert. Aspekte wie Sicherheit, Relevanz der Information, Entscheidungsunterstützung, Rechtzeitigkeit etc. werden kritisch abgeschätzt. Andererseits kann Effektivität nachhaltig nur auf Basis einer effizienten Organisation erfolgen. CFOs sind angehalten, Ineffizienzen im eigenen Bereich zu beseitigen, Prozesse zu standardisieren und, wo sinnvoll möglich, zu industrialisieren und Ressourcen freizusetzen. Das Effizienzsteigerungspotenzial scheint enorm zu sein“, so Rita Niedermayr programmatisch. Wie sehr das Thema Finanzorganisation und die aktuelle Debatte um drohenden Wirtschaftsabschwung miteinander verbunden sind, zeigte der erste Vormittag des Österreichischen Controllertags.
Referenten zeigten sich optimistisch
Sören Dressler von der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin erläuterte in seinem Vortrag verschiedene Modelle für eine effiziente CFO-Organisation und untermauerte auch seine Vision, dass Controlling immer stärker vom operativen Reporting hin zu einem Center of Competence entwickelt werden müsse. Zukunftsorientiert zeigte sich auch Gerald Grohmann, Vorstandschef der SBO, in seinem Referat und ermutigte die Anwesenden, gerade in der Zeit der Krise immer wieder die Finanzorganisation von morgen im Auge zu behalten und sich dadurch auch geistig auf den Aufschwung vorzubereiten. Das straffe Berichtswesen in seinem Unternehmen liefere ihm bei 1.300 Mitarbeitern und 13 Tochterunternehmen „zeitnahe und punktgenau Information“. Wolfgang Kniese, Finanzchef von T-Mobile und der letzte Referent des Vormittags, ließ keinen Zweifel darüber, dass der Controller einen nachhaltigen Wertbeitrag in der Unternehmensführung und eine Wertsteigerung in Planung und Steuerung leiste.
Best Practice-Foren
In den fünf parallel laufenden Best-Practice-Foren zeigte sich die gesamte Bandbreite, die die Finanzorganisation abzudecken vermag. Immer wieder stand die Frage im Mittelpunkt, die bereits Rita Niedermayr in ihrem Eingangsstatement aufwarf, nämlich, wie es der Finanzorganisation gelingen kann, unter Qualitäts-Ergebnis-Kosten- und Zeitdruck bestmöglich organisatorisch verankert zu werden.
Aktuelle CFO-Studie
Barbara Joshua und Kurt Diexer aus dem Bereich Controlling & Finance von Contrast Management-Consulting haben bei den 300 umsatzstärksten heimischen Unternehmen den Entwicklungsstand der Finanzorganisation erhoben. Dabei zeigte sich, dass die Komplexität der Aufgaben für Finanzverantwortliche kontinuierlich steigt, gefordert wurde daher, dass verbindliche Qualitätsstandards für Controlling & Finance definiert und auch entsprechend durchsetzbar werden.
Podiumsdiskussion mit Peter Pelinka & Verleihung des Österreichischen Controllerpreises
Ergänzend zum Kongressprogramm fanden eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Peter Pelinka zum Thema „Good Governance – mit Vollkasko-Mentalität zum Erfolg“ und ein vielbejubelter Auftritt der Swinging Leaders mit Norbert Zimmermann statt. Am 22. November wurden Andreas Haaker und Martin Kurt Treml für ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Österreichischen Controllerpreis ausgezeichnet und Guido Palazzo, Professor für Wirtschafts-Ethik der Universität Lausanne, plädierte dafür, stets die Gefahr einer ethischen Blindheit vor Augen zu haben, um zeitgereicht, bevor „das Böse ins Unternehmen kommt“, gegensteuern zu können.
Effizienz und Effektivität der Finanzorganisation
„Es wird gerne die Frage gestellt, ob die Finanzorganisation als Ganzes in der Lage ist, eine aktive Rolle in der Unternehmensentwicklung einnehmen zu können, wobei zwei Dinge ganz besonders auf dem Prüfstand stehen, nämlich Effektivität und die Effizienz der Finanzorganisation“, erläuterte Rita Niedermayr, fachliche Leiterin des Österreichischen Controllertags und Geschäftsführerin des Österreichischen Controller-Instituts, am Beginn der Veranstaltung.
„Einerseits werden mit großem Nachdruck eine hohe Qualität und ein hoher Nutzen der Leistungen der Finanz-Fachleute eingefordert. Aspekte wie Sicherheit, Relevanz der Information, Entscheidungsunterstützung, Rechtzeitigkeit etc. werden kritisch abgeschätzt. Andererseits kann Effektivität nachhaltig nur auf Basis einer effizienten Organisation erfolgen. CFOs sind angehalten, Ineffizienzen im eigenen Bereich zu beseitigen, Prozesse zu standardisieren und, wo sinnvoll möglich, zu industrialisieren und Ressourcen freizusetzen. Das Effizienzsteigerungspotenzial scheint enorm zu sein“, so Rita Niedermayr programmatisch. Wie sehr das Thema Finanzorganisation und die aktuelle Debatte um drohenden Wirtschaftsabschwung miteinander verbunden sind, zeigte der erste Vormittag des Österreichischen Controllertags.
Referenten zeigten sich optimistisch
Sören Dressler von der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik in Berlin erläuterte in seinem Vortrag verschiedene Modelle für eine effiziente CFO-Organisation und untermauerte auch seine Vision, dass Controlling immer stärker vom operativen Reporting hin zu einem Center of Competence entwickelt werden müsse. Zukunftsorientiert zeigte sich auch Gerald Grohmann, Vorstandschef der SBO, in seinem Referat und ermutigte die Anwesenden, gerade in der Zeit der Krise immer wieder die Finanzorganisation von morgen im Auge zu behalten und sich dadurch auch geistig auf den Aufschwung vorzubereiten. Das straffe Berichtswesen in seinem Unternehmen liefere ihm bei 1.300 Mitarbeitern und 13 Tochterunternehmen „zeitnahe und punktgenau Information“. Wolfgang Kniese, Finanzchef von T-Mobile und der letzte Referent des Vormittags, ließ keinen Zweifel darüber, dass der Controller einen nachhaltigen Wertbeitrag in der Unternehmensführung und eine Wertsteigerung in Planung und Steuerung leiste.
Best Practice-Foren
In den fünf parallel laufenden Best-Practice-Foren zeigte sich die gesamte Bandbreite, die die Finanzorganisation abzudecken vermag. Immer wieder stand die Frage im Mittelpunkt, die bereits Rita Niedermayr in ihrem Eingangsstatement aufwarf, nämlich, wie es der Finanzorganisation gelingen kann, unter Qualitäts-Ergebnis-Kosten- und Zeitdruck bestmöglich organisatorisch verankert zu werden.
Aktuelle CFO-Studie
Barbara Joshua und Kurt Diexer aus dem Bereich Controlling & Finance von Contrast Management-Consulting haben bei den 300 umsatzstärksten heimischen Unternehmen den Entwicklungsstand der Finanzorganisation erhoben. Dabei zeigte sich, dass die Komplexität der Aufgaben für Finanzverantwortliche kontinuierlich steigt, gefordert wurde daher, dass verbindliche Qualitätsstandards für Controlling & Finance definiert und auch entsprechend durchsetzbar werden.
Podiumsdiskussion mit Peter Pelinka & Verleihung des Österreichischen Controllerpreises
Ergänzend zum Kongressprogramm fanden eine Podiumsdiskussion unter der Leitung von Peter Pelinka zum Thema „Good Governance – mit Vollkasko-Mentalität zum Erfolg“ und ein vielbejubelter Auftritt der Swinging Leaders mit Norbert Zimmermann statt. Am 22. November wurden Andreas Haaker und Martin Kurt Treml für ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Österreichischen Controllerpreis ausgezeichnet und Guido Palazzo, Professor für Wirtschafts-Ethik der Universität Lausanne, plädierte dafür, stets die Gefahr einer ethischen Blindheit vor Augen zu haben, um zeitgereicht, bevor „das Böse ins Unternehmen kommt“, gegensteuern zu können.




















































