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Controlling und Kunst?

06.10.2011
Am 5. Oktober folgten mehr als 160 Intereessierte der Einladung des Österreichischen Controller-Instituts (ÖCI) ins Leopoldmuseum zur Präsentation des OCI-Programms 2012. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, ob und wie die vordergründig gegensätzlichen Begriffe Controlling und Kunst zusammenpassen.
„Controlling und Kunst“ ist auch das Motto des druckfrischen ÖCI-Programmkatalogs 2012, dessen Highlights bei der Veranstaltung präsentiert wurden. ÖCI-Geschäftsführer Christian Kreuzer erklärt, wie es zu diesem Motto kam: „Wir sind davon überzeugt, dass Controlling eine kreative und gestalterische Tätigkeit ist. In unserem Programmkatalog 2012 portraitieren wir Menschen, die zwei Gemeinsamkeiten haben: Alle sind im Management, Controlling oder Finanzbereich erfolgreich und alle sind künstlerisch tätig. Ob als Musiker, Fotografen, Autoren oder Maler: In Ihnen steckt kreatives Potential, das Controlling erst zu dem macht, was es ist – eine schöpferische Kraft, die Unternehmen vorwärts bringt.“
 
Beim anschließenden Podiumsgesprächs unter der Leitung von Ö1-Moderatorin Mirjam Jessa präzisierten die "Controlling-Künstler" ihre Zugänge zu Beruf und Berufung. In sehr persönlichen Statements gaben Einblick in ihre künstlerische Arbeit: 
  • Marianna Blier, Malerin und Corporate Controllerin bei Mondi,
  • Anna Nöst, Autorin und Leiterin Internationale Organisation, Erste Stiftung,
  • Rolf Eschenbach, Zeichner und wissenschaftlicher Leiter, ÖCI,
  • Martin Mihalits, Musiker und Senior Controller, Billa,
  • Lydia Sedlmayr, Malerin und Process Management & Business Projects, Sandoz,
  • Bruno Lässer, Fotograf und Geschäftsführer/CFO, Alcar Holding,
  • Robert Schlöss, Fotograf und  Stabsstellenleiter Interne Revision, Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser.
  • Peter Pichler, Saxophinist und Vorstandsvorsitzender der Berndorf AG, war zwar an diesem Abend verhindet, doch gleichzeitig auch präsent.
Einig war man sich, dass Controlling und Kunst mehr miteinander zu tun hätten, als man auf den ersten Blick meinen möchte:  Bei beidem gehe es darum, durch kreative Prozesse Ergebnisse zu erzielen, Prozesse und Lösungen aktiv zu gestalten und zu steuern. Eine weitere Gemeinsamkeit liege in der Notwendigkeit sein Handwerkszeug zu beherrschen – was dem Controller Kostenrechnung, Unternehmensplanung, Berichtswesen und Co. sind, sind zum Beispiel dem Musiker Noten und dem Autor Sprache.
Rolf Eschenbach brachte einen anderen Blickwinkel ein – für ihn ist Controlling keine Kunst: „Controlling ist ein rationales Handwerk, das sich lernen und reproduzieren lässt, für Kunst gilt das nur sehr eingeschränkt.“
 
Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit Musik der Swinging Leaders (www.swingingleaders.at ), wo eine weiterer "Künstler" Ausgleich findet: In seinem Brotberuf ist Peter Pichler, der an diesem Abend leider verhindert war, Vorsitzender des Vorstandes bei der Berndorf AG.
 
Im Anschluss an das Interview mit den Controlling-Künstlern stand  eine Führung durch die Ausstellung Melancholie und Provokation – Das Egon Schiele Projekt auf dem Programm. In einer bisher nicht gezeigten Dichte und Intensität widmet sich diese Ausstellung dem Leben und Werk von Egon Schiele.
 
Bevor der Abend bei Buffet und Networking ausklang, verloste das ÖCI unter allen Anwesenden eines der zahlenreichen neuen Seminare aus dem Programm 2012. Katja Blasl ist die glückliche Gewinnerin und darf ein neues Seminar ihrer Wahl besuchen.
 
Mehr zum ÖCI-Bildungsprogramm: http://www.oeci.at/bildungsprogramm/
 
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