
Dr. Peter Pichler, Vorsitzender des Vorstandes der Berndorf AG
Musikbegeistert seit der Schulzeit; Mitglied SWINGING LEADERS und BERNDORF JAZZ BAND
Einfühlungsvermögen, Toleranz, Rücksicht, aber auch Disziplin und Zielstrebigkeit – diese und viele andere Fähigkeiten sind im Wirtschaftsleben notwendig. Doch nicht nur dort. Auch im künstlerischen Bereich sind sie unerlässlich. Was verbindet eigentlich die Finanz- und Unternehmenswelt mit der Kunst?
Für meine Tätigkeit in einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe finde ich neben dem Sport auch in der Kunst – sei es als Saxophonist in Jazzbands oder als Konzert-, Theater und Ausstellungsbesucher – einen idealen Ausgleich. Auch wenn das Musizieren in einer Gruppe Konzentration und Energie abverlangt, kann man so die leeren Batterien für den Arbeitsalltag wieder aufladen. Musik zu machen ist nicht nur entspannend und ein willkommener Ausklang nach einem anstrengenden Arbeitstag, sondern auch erfahrungs- und lehrreich für die Welt der Wirtschaft.
Obwohl nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, gibt es viele Parallelen zwischen Musik und Management. Entscheidend ist sowohl für eine musizierende Gruppe als auch für ein Unternehmen, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen. Nur so kann zum Wohle aller ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Dazu sind nicht nur die oben genannten Fähigkeiten notwendig, sondern auch das Zusammenwirken der einzelnen Akteure in einem Team. Jede Controlling Kunst UND Stimme in einer Band oder in einem Orchester leistet einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtklang. Die im Wirtschaftsleben noch immer viel zu weit verbreitete Hierarchie findet sich im musikalischen Bereich kaum wieder. Musik ist ein unhierarchisches Spiel – die fünfte Stimme ist genauso entscheidend für einen guten Gesamtklang wie jene des Konzertmeisters oder Bandleaders. Im Rahmen der allgemeinen Regeln können jedoch einzelne Stimmen hervortreten und mit einem Solo das Talent zum Ausdruck bringen. Die Herausforderung nach dem Soloauftritt ist das erneute Einfügen in das Gesamte. Das Hervortreten Einzelner bedarf einer funktionierenden Grundstruktur und der Fähigkeit der anderen, sich zurückzunehmen. Doch was passiert, wenn ein Soloauftritt nicht gelingt? In einem gut eingespielten Ganzen helfen die anderen Akteure aus, wenn der Solist bei seinem Auftritt den Erwartungen nicht gerecht wird. Genau das funktioniert auch im Unternehmen sehr gut.
So wie es diverse Managementmodelle gibt, sind auch die musikalischen Stilrichtungen durch ganz unterschiedliche Charakteristiken gekennzeichnet. August-Wilhelm Scheer sieht Jazz als „ein wunderbares Modell für Management, weil es mit einem Minimum an Regeln ein Höchstmaß an Kreativität erreicht“. Jazz ist vor allem durch Improvisation gekennzeichnet. Ist diese auch im Wirtschaftsleben gefragt und erwünscht? Die „Kunst des Improvisierens“ ist in schwierigen Situationen und bei unvorhergesehenen Ereignissen unvermeidbar und sehr nützlich. Natürlich kann die Arbeit nicht ausschließlich auf Improvisation beruhen und Entscheidungen können nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen werden. Wenn Manager ihre Affinität zu Zahlen mit der Gefühlsebene in Einklang bringen, können sie nachhaltige Entscheidungen treffen und ehrgeizige Ziele erreichen.
Musikbegeistert seit der Schulzeit; Mitglied SWINGING LEADERS und BERNDORF JAZZ BAND
Einfühlungsvermögen, Toleranz, Rücksicht, aber auch Disziplin und Zielstrebigkeit – diese und viele andere Fähigkeiten sind im Wirtschaftsleben notwendig. Doch nicht nur dort. Auch im künstlerischen Bereich sind sie unerlässlich. Was verbindet eigentlich die Finanz- und Unternehmenswelt mit der Kunst?
Für meine Tätigkeit in einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe finde ich neben dem Sport auch in der Kunst – sei es als Saxophonist in Jazzbands oder als Konzert-, Theater und Ausstellungsbesucher – einen idealen Ausgleich. Auch wenn das Musizieren in einer Gruppe Konzentration und Energie abverlangt, kann man so die leeren Batterien für den Arbeitsalltag wieder aufladen. Musik zu machen ist nicht nur entspannend und ein willkommener Ausklang nach einem anstrengenden Arbeitstag, sondern auch erfahrungs- und lehrreich für die Welt der Wirtschaft.
Obwohl nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, gibt es viele Parallelen zwischen Musik und Management. Entscheidend ist sowohl für eine musizierende Gruppe als auch für ein Unternehmen, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen und an einem Strang ziehen. Nur so kann zum Wohle aller ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden. Dazu sind nicht nur die oben genannten Fähigkeiten notwendig, sondern auch das Zusammenwirken der einzelnen Akteure in einem Team. Jede Controlling Kunst UND Stimme in einer Band oder in einem Orchester leistet einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtklang. Die im Wirtschaftsleben noch immer viel zu weit verbreitete Hierarchie findet sich im musikalischen Bereich kaum wieder. Musik ist ein unhierarchisches Spiel – die fünfte Stimme ist genauso entscheidend für einen guten Gesamtklang wie jene des Konzertmeisters oder Bandleaders. Im Rahmen der allgemeinen Regeln können jedoch einzelne Stimmen hervortreten und mit einem Solo das Talent zum Ausdruck bringen. Die Herausforderung nach dem Soloauftritt ist das erneute Einfügen in das Gesamte. Das Hervortreten Einzelner bedarf einer funktionierenden Grundstruktur und der Fähigkeit der anderen, sich zurückzunehmen. Doch was passiert, wenn ein Soloauftritt nicht gelingt? In einem gut eingespielten Ganzen helfen die anderen Akteure aus, wenn der Solist bei seinem Auftritt den Erwartungen nicht gerecht wird. Genau das funktioniert auch im Unternehmen sehr gut.
So wie es diverse Managementmodelle gibt, sind auch die musikalischen Stilrichtungen durch ganz unterschiedliche Charakteristiken gekennzeichnet. August-Wilhelm Scheer sieht Jazz als „ein wunderbares Modell für Management, weil es mit einem Minimum an Regeln ein Höchstmaß an Kreativität erreicht“. Jazz ist vor allem durch Improvisation gekennzeichnet. Ist diese auch im Wirtschaftsleben gefragt und erwünscht? Die „Kunst des Improvisierens“ ist in schwierigen Situationen und bei unvorhergesehenen Ereignissen unvermeidbar und sehr nützlich. Natürlich kann die Arbeit nicht ausschließlich auf Improvisation beruhen und Entscheidungen können nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen werden. Wenn Manager ihre Affinität zu Zahlen mit der Gefühlsebene in Einklang bringen, können sie nachhaltige Entscheidungen treffen und ehrgeizige Ziele erreichen.







